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Gestaltung von Messtexten

Hilfestellung für die Gestaltung von Messtexten

Du hast von Franz eine Kopie der Predigt erhalten - und dazu die Bitte, Messtexte für unsere Gemeinde zu verfassen. Diese Anleitung soll dir dabei ein wenig helfen. In Gebrauchsanleitungen steht zu Beginn oft eine Liste von FAQs, die kurz und unkompliziert beantwortet werden sollen. Weil uns diese Art der Aufbereitung ansprechend erschien, haben wir Fragen gesammelt, die wir uns selbst bei der Vorbereitung von Messtexten schon einmal gestellt haben. Beim darauffolgenden Versuch, diese Fragen gemeinsam zu beantworten, haben wir bemerkt, dass es nicht immer nur eine richtige Antwort gibt. Dass wir hier manchmal mehrere Antworten (A 1, A 2, ..) bereitstellen, soll aber auch zeigen, dass uns kreative Vielfalt wichtig ist.

Und wer es lieber in Papierform ausdrucken möchte - das PDF gibt es hier auch zum herunterladen.

 

A1. Wo kann ich Literatur finden, die mir bei der Erstellung der Texte hilft?

A 1: Im Internet: www.katholisch.at / www.jungschar.at / www.minifundus.net / alle mit vielen Unterabteilungen über Liturgie.

A 2: Das jährliche „Laaer-Messbuch“ liegt auf, am Ambo und in der Sakristei, in der Buchhandlung St. Gabriel, Herder, u.a.

A 3: Im Internet Thema der Messe eingeben, manchmal sind Texte/Predigten zum Thema auffindbar, Abo Biblisches Sonntagsblatt vom Bibelwerk Linz (€ 28,50 Jahr). Im Internet: www.dioezese-linz.at, dann Link Materialien/Bibelwerk, Buchhandlung St. Gabriel

A 4: Ein guter Link im Internet ist http://www.predigtpreis.de/

A2. Welche Funktion haben die Texte wenn ohnehin gepredigt wird?

A 1: Die Texte sollen keine erste Predigt sein, sondern nur auf das Thema aufmerksam machen.

A 2: Die Betrachtung des Themas aus einem zusätzlichen Blickwinkel, denn jeder zusätzliche Blickwinkel erweitert unsere Sichtweise auf ein Thema.

A3. Welchen Ablauf hat die Messe?

A 1: Wichtig für die Textgestaltung: Nach der Einführung kommt das Kyrie, nach der Predigt des Priesters dann die Fürbitten.

A 2: Der Messblauf (siehe auch Schott-Messbuch o. dgl.):

Eingangslied:

Begrüßung durch Franz

Einleitung Dein Text

Kyrie Dein Text (3 Teile)

Die 3 Kyrierufe ("Herr erbarme Dich“) können auch gesungen werden

Vergebungsbitte

Gloria (Lied)

Lesungen Bibelstellen sind festgelegt, wenn eigener Text gewünscht, vorher Abstimmung mit Franz

Halleluja (Lied)

Evangelium

Predigt

Fürbitten+Danksagungen Dein Text

Gabenlied

Sanctus (Lied)

Vater Unser

Wandlung

Kommunion

Meditation Dein Text (optional)

Schlusssegen

Schlusslied

B1. Was ist die Einleitung? Wie schaut eine richtige Einführung aus?

A 1: Die Einführung ist erster Hinweis auf die Bibelstellen des Tages (Lesung und Evangelium) und das Thema der Predigt.

A 2: Schön ist, wenn bei der Einführung die Bedeutung des Themas für unser ganz persönliches tägliches Leben erkennbar wird.

C1. Wie formuliere ich Kyrierufe?

A 1: Kyrie eleison wurde dem Kaiser entgegengejubelt und hat bedeutet: „Hier bin ich!“ „Schau mich an!“ „Nimm mich wahr!“ Wir können sicher sein, dass Gott uns ansieht – dass er uns Ansehen und Würde verleiht. Wir spüren aber die Diskrepanz zum allmächtigen Gott, was sich in unserer persönlichen und gesellschaftlichen Haltung (Gleichgültigkeit, Unachtsamkeit, Selbstgefälligkeit usw.) ausdrückt. Kyrie-Rufe sollten nicht bei „persönlichen Schuldzuweisungen“ stehen bleiben, sondern auf die Verantwortung aller Kinder Gottes für die Schöpfung, die Geschlechter- Gerechtigkeit, die Option für die Armen usw. hinweisen.

A 2: Man kann versuchen - bezugnehmend auf das Thema der Messe - Fragen zu stellen. Diese Fragen, deren Antwort du nicht kennst - oder auch nur zu gut kennst, sind das Eingeständnis der Unvollkommenheit vor Gott, die so die Kyrierufe - "Herr, erbarme dich" gut einleiten können.

D1. Was ist eine Vergebungsbitte?

A: Nach dem Bußteil und den Kyrie-Rufen folgt die Versöhnungsbitte. Sie soll uns darauf aufmerksam machen, dass Gott uns vergibt und wir unseren Mitmenschen vergeben sollen. Wenn man eine zum eigenen Text passende haben will, kann man sie selbst schreiben, sonst wird der Priester sie frei formulieren.

E1. Habe ich die Möglichkeit, Lesungen auszuwählen?

A 1: Im Normalfall kann ich zwischen erster und zweiter Lesung auswählen.

A 2: Die Bibelstellen mit den Lesungen sind - wie auch das Evangelium - im Liturgischen Kalender auf der Website http://www.georgenberg.at/liturgischer-kalender nachzulesen. Wenn du eine Lesung findest, die dir zum Thema der Predigt passender erscheint, kannst du auch eine andere auswählen. Allerdings sollte dann Franz davon wissen, weil er in der Predigt möglicherweise darauf Bezug nimmt.

E2. Darf ich auch einen freien Text zur Lesung nehmen?

A: Ja, nach Abstimmung mit Franz, damit er in der Predigt darauf Bezug nehmen kann.

F1. Wie viele Fürbitten soll ich vorbereiten?

A 1: Es ist nichts vorgeschrieben, meistens sind es zwischen 3 und 6.

A 2: Es ist auch gut, wenn es nicht so viele sind, damit „Freie Fürbitten“ mehr Platz haben. Die Anzahl hängt auch von der Länge ab.

F2. Darf ich Fürbitten und Danksagungen mischen?

A1: Wenn man beides will, vielleicht zuerst die Bitten, dann die Danksagungen. Mischen ist etwas schwierig.

A2: Ja, aber das Ende der Fürbitte/Danksagung sollte immer klar machen, worum es sich handelt, damit die Gemeinde mit Bitte oder Dank antworten kann. Ob das Vorgetragene eine Bitte oder ein Dank ist, muss sehr klar und einfach zu erkennen sein. Selbst erfahrenen Textverfasserinnen gelingt das nicht immer.

F3. Wer beginnt mit der Antwort auf die Fürbitten/Danksagungen?

A: Die Gemeinde - Das Ende jeder Fürbitte/Danksagung soll deshalb so prägnant sein, dass die Gemeinde sofort merkt, welche Antwort jetzt die richtige ist. z.B. "... darum bitten wir", "... dafür wollen wir danken."

F4. Soll ich eine Einladung für freie Fürbitten formulieren?

A 1: Das ist sicher möglich, vor allem dann, wenn du keine eigenen vorbereitet hast, ansonsten wird es meist von Franz gemacht.

A 2: Das sollte Franz formulieren. Es kann ja auch vom sonstigen (zeitlichen) Ablauf der Messe abhängig sein.

G1. Darf ich das Tagesgebet, Gabengebet oder Schlussgebet auch vorbereiten?

A: Diese Gebete sind üblicherweise vorgegeben, können aber auch selbst formuliert werden. Speziell dann, wenn sie auf das Thema abgestimmt, und die vorgegebenen Texte eher unpassend sind.

G2. Muss es eine Meditation/einen Text nach der Kommunion geben?

A: Muss nicht, kann aber sein. Sie sollte dann mit der Musik abgesprochen werden. Speziell am Samstag bei der Vorabendmesse kann eine Meditation die gute Stimmung ergänzen.

G3. Welche Gottesdienste haben einen speziellen Messablauf?

A 1: Die Osterliturgie:

Der Palmsonntag mit Palmenweihe,

der Gründonnerstag mit der Abendmahlsfeier im Mittelpunkt.

Der Karfreitag hat bei uns eine eigene Form als Kreuzweg (im Gelände) und eigenem Abschluss in der Kirche.

Die Feier der Osternacht hat bis zum Evangelium einen eigenen Ablauf mit Lichtfeier, Wortgottesdienst (mit bis zu 8 Lesungen), dann kommt noch die Tauffeier und dann erst die Eucharistiefeier. Viele andere Feiern haben anlassbezogen einen eigenen Themenschwerpunkt. Die Wortgottesfeier bis zu den Fürbitten ist dann auf den Anlass ausgerichtet. Das bedeutet mehr Text, und eventuell andere Lesungen. Der Umfang und der Inhalt der Texte können bedingen, dass es keine Predigt gibt. Das gilt z.B. für die Vorstellungsmesse der Erstkommunionkinder und der Firmlinge, für den Gründonnerstag, das Erntedankfest und den Versöhnungsgottesdienst.

Bei Messfeiern mit Gastpriestern verzichten wir meist auf eigene Texte.

A 2: Eine Aufzählung aller speziellen Gottesdienste würde den Rahmen dieser FAQs sprengen. Im Zweifel schreibe ein Mail an hubert@georgenberg.at oder an liveteam@gorgenberg.at. Da gibt es auch Vorlagen vergangener Gottesdienste, die den Ablauf gut beschreiben.

H1. Wen kann ich bei Spezialgottesdiensten um Hilfe bitten

A: Eine gute Hilfestellung sind Texte vergangener Jahre als Vorlage. Sie können bei hubert@georgenberg.at oder bei liveteam@georgenberg.at nachgefragt werden. Natürlich können Franz, Hubert oder ein anderes Mitglied des LIVE-Teams gerne auch persönlich Auskunft geben.

H2. Wann muss ich spätestens die Texte abgeben und bei wem?

A: Wenn möglich die Texte eine Woche vorher an Franz übergeben: Oder auch den Umstand, dass man doch verhindert ist, bekanntgeben. Eine Woche vorher kann gut noch jemand anderer einspringen.

H3. Wie viele Kopien soll ich abgeben?

A 1: Am besten 4 Kopien: 2 für die beiden Leser, eine für Franz, und noch eine für die Musik. Bei geändertem Messablauf noch eine für Hannes Kunath (Ministranten).

A 2: Wenn ich die Texte rechtzeitig abgebe, genügt sicher auch ein Exemplar. In der Sakristei gibt es einen Kopierer.

H4. Wie kann ich mich mit der Musik abstimmen?

A: Die Musizierenden sind auf der Georgenberg-Homepage im "Liturgischen Kalender" eingetragen. Durch Klick auf den Namen kannst du mit den Musikern Kontakt aufnehmen. Zur besseren Liedauswahl kannst du so den Musikern bereits vorab eine Kopie deiner Texte übermitteln.

H5. Muss ich am Samstag auch lesen?

A 1: Nein, und auch sonntags mussst du nicht lesen.

A 2: Es ist schön, wenn die eigenen Texte gelesen werden. Wer das aber nicht möchte, sollte es mitteilen, damit rechtzeitig andere Lektorinnen eingeteilt werden können. In der Praxis hat es sich so eingespielt: Sonntags sagst du, wenn du nicht liest, damit andere Lektoren eingeteilt werden können. Samstags sagst du, wenn du (auch) liest, denn im Normalfall übernimmt das Lesen jemand anderer. Dazu eine Bitte: Beim Lesen sollten immer Mikrofone verwendet werden.

H6. Mikrofone: Wo kriege ich sie her und bin ich dafür verantwortlich?

A: Die Mikrofone sind in der Sakristei eingesperrt und werden vom Kirchendienst vorbereitet. Wenn sie fehlen, bitte beim Kirchendienst nachfragen. Am Ende der Messe die Mikrofone bitte wieder dem Kirchendienst übergeben.

I1. Kann ich auch Stille in die Texte einbauen?

A: Ja, manche Gedanken verlangen nach Stille. Wichtig ist dabei, dass sie als "absichtliche" Stille wahrgenommen wird. Das sollte aus dem Text erkennbar sein. Die gefühlte Dauer der Stille ist erfahrungsgemäß sehr relativ. Deshalb empfielt es sich, mit demjenigen, der nach der Stille fortsetzt (Franz, Lektor oder Musik) die Länge abzusprechen. Um objektiv zu sein kann man die Dauer auch konkret eintragen (etwa: "30 Sekunden Stille")

I2. Gibt es einen Anhaltspunkt, wie lange die Texte sein sollen?

A 1: In der Kürze liegt die Würze.

A 2: Keine Vorschrift, aber viel mehr als 5 Minuten sollten es nicht sein.

I3. Wer ist mein Zielpublikum?

A: Das Zielpublikum sind im Normalfall die Mitglieder der Georgenberger Gemeinde ab 14 Jahren. Bis zu diesem Alter gibt es eigene Kinderwortgottesdienste in der Unterkirche. Bei Spezialgottesdiensten kann es sein, dass Kinder, Jugendliche, Ehepaare, Senioren o.a. das Zielpublikum sind.

I4. Sind meine Texte ohne Erklärung verständlich?

A: Tatsächlich kann es passieren, dass du mit "deinem" Thema schon so vertraut bist, dass dir Dinge selbstverständlich scheinen, die für andere nicht so leicht zu verstehen sind. Deshalb empfiehlt es sich, deine Texte von jemandem gegenlesen zu lassen. Auch in der Gemeinde gibt es viele, die eure Texte gerne gegenlesen: z.B. Franz, Hubert, Angela Püspök.

I5. Worauf darf ich auf keinen Fall vergessen?

A 1: Vor der Messe das Mikrofon zum Lesen vorbereiten und testen. Solltest du als Lektor verhindert sein, bitte rechtzeitig Bescheid geben.

A 2: Die verfassten Texte sollen möglichst abwechselnd gelesen werden. Daher wird es notwendig sein, den Priester und die Lektoren im Text anzuführen (z.B. Pr., L1, L2).

A 3: Selbst wenn einmal etwas Wichtiges vergessen wird, so ist das kein Weltuntergang, Franz wird es einfügen.

A 4: Eines wollen wir keinesfalls vergessen: Euch zu danken für eure wertvollen Texte!

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