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Texte für die Messe 6. + 7. Februar 2021 Gustav Danzinger

Einleitung

Am Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu steht das Heilen.

Wenn man vom ersten Auftreten Jesu im Markusevangelium liest, könnte man meinen, da ist von Asklepios die Rede, vom griechischen Gott der Heilkunst. Er macht Kranke gesund – sonst fast nichts.

In der Synagoge von Kafarnaum heilt er einen Mann von einem unreinen Geist, dann die Schwiegermutter des Simon Petrus, die mit Fieber im Bett liegt. Das spricht sich in dem kleinen Städtchen schnell herum, denn alsbald bringt man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. „Und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus“, berichtet Markus.

Wenn Jesus das macht, um aufzufallen, um populär zu werden, dann hat er sein Ziel schnell erreicht.

Aber da gibt es Ungereimtheiten: Er verbietet den Dämonen, zu sagen, wer er ist. Er verbietet den Kranken, zu sagen, wer sie geheilt hat. Er zieht sich vor den Menschenmassen in die Einsamkeit zurück.

Macht das einer, der schnell Karriere machen will?

Auch an vielen anderen Stellen in den Evangelien lesen wir von dem, was die Theologen „Messiasgeheimnis“ nennen. Jesus wollte durch seine Heilungen offenbar keineswegs einen messianischen Anspruch erheben. Jedes Heilungswunder, das er wirkt, soll Privatsache sein zwischen ihm und dem Geheilten.

Jesus geht es nicht um einen schnellen äußeren Erfolg, um die Beeindruckung der Massen. Er geht auf den einzelnen Menschen zu und hilft ihm, sein Leid und seine Krankheit zu überwinden.

 

Kyrie

Liebender Gott, mit Jesus hast du uns denjenigen gesandt, der unsere Leiden und Schwächen sieht und sich ihrer annimmt. Sind wir auch bereit, in ihm deinen göttlichen Willen zu erblicken?

Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, wir nennen Dich unseren Heiland, der uns von allen Übeln und Besessenheiten heilen kann. Doch haben auch wir den festen Glauben und das Vertrauen, uns von dir heilen zu lassen?

Christus, erbarme dich unser.

Liebender Gott, oft sind wir nicht in der Lage, deine Liebe und Güte zu uns zu erkennen. Heile diesen Mangel in unseren Herzen.

Herr, erbarme dich unser.

 

Evangelium: Mk 1,29-39

Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

Fürbitten

Jesus – Du bist den Menschen entgegengegangen, um ihr Leid zu lindern, um ihre Krankheiten zu heilen. Gib uns die Gewissheit, dass du auch uns in unserem Leiden siehst und uns heilend beistehst.

Jesus – Dein Beispiel zeigt uns, wie wenig wichtig der äußere Erfolg ist. Lass diese Erkenntnis in uns wachsen.

Jesus – Du hast den zwölf Aposteln die Vollmacht gegeben, in deinem Namen zu heilen. Gib auch uns den Mut, an den Armen und Kranken unter unseren Mitmenschen heilend zu wirken

Danksagungen

Jesus –du hast nie einen Menschen, der zu dir kam, ungeheilt fortgeschickt.

Jesus – Du bist mir schon so oft als Heiler und Helfer beigestanden.

Jesus – du machst mich würdig deine Liebe zu empfangen und so werde ich gesund.

 

Meditation

Zur Kommunion haben wir die Worte gesprochen: „O Herr du machst mich würdig deine Liebe zu empfangen und so werde ich gesund.“

Wodurch heilte Jesus damals? Wodurch heilt er heute?

Ohne seine Liebe zu den Menschen hätte er keine einzige Heilung vollbracht.

Durch seine Liebe werden wir auch heute gesund und heil in unserer Seele.