Skip directly to content

Advent 3. Woche, Mittwoch-Cursillo-Messe 16. Dezember 2020

Liebe Gemeinde am Mittwochabend!

Von Corona lassen wir unsere Verbindung nicht lösen. Und darum senden wir Euch jede Woche ein paar Gedanken. Wir würden sie bei einem persönlichen Zusammentreffen auch so oder so ähnlich einbringen bzw. zur Betrachtung anbieten.

Fühlen wir uns also miteinander und in Gott verbunden.

Und so können wir uns zurufen:

Der Herr ist mit uns!

„Tauet Himmel den Gerechten“ ein Lied der Adventzeit aus vergangenen Tagen.

An diesem Mittwoch steht das in der Lesung aus dem Buch Jesaja.

Es ist aus einem Hymnus über Gott. Die Rettung der im Babylonischen Exil lebenden Juden bahnt sich an. Gott wirbt darum, dass die Menschen Vertrauen zu ihm haben. Seine Gerechtigkeit wird wie Regen und Tau die Erde benetzen.

 

Gott wirbt um den Menschen: „Es gibt keinen Gott außer mir.“

Aber haben wir uns nicht auch oft von ihm abgewandt?

Denken wir ein wenig darüber nach:

 

° Wieviel Zeit nehme ich mir für Gebet, Stille und Ruhe?

Herr erbarme dich unser.

 

° Wieviel Energie stecke ich in Unwichtiges, Belangloses?

Christus erbarme dich unser.

 

° Wieviel Liebe bin ich anderen schuldig geblieben ?

Herr erbarme dich unser.

 

„Beim Herrn gibt es Rettung“ so heißt es in der Lesung.

So wollen wir beten:

Guter Gott schenke uns dein Verzeihen und lass uns von deiner Barmherzigkeit und Treue lernen.

Gib uns einen offenen und bereiten Geist um dein Kommen zu erwarten. Amen.

Lesung : Jes 45,6b-8.18.21b-25

Evangelium : Lk 7,18b-23

Fragen:

„ Bist du der, der da kommen soll?“ Das fragen zwei Jünger von Johannes dem Täufer und in dessen Auftrag. Bist du der so lange Erwartete? Der Messias?

Was haben da die Menschen zur Zeit Jesu erwartet?

Und wir, die wir über Jesus Bescheid wissen, was erwarten wir?

Entsprechen wir den Erwartungen Jesu?

Soll er denn kommen? Und gerade jetzt?

In dieser Vorbereitungszeit auf Weihnachten?

 

Stellen wir uns diesen Fragen und machen wir uns dazu ein paar persönliche Gedanken.

Zum Nachdenken:

Die Evangeliumsstelle schließt mit dem Satz:

Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. Denn Jesus soll an seinen Taten erkannt werden. Er vollbringt das, was schon beim Propheten Jesaja angekündet wird.

Selig, wer auch heute von Blindheit befreit wird, weil er die dunkle Brille abnimmt.

Selig, wer aus der Dunkelheit seiner Gedanken heraustritt.

Selig, wer das strahlende Licht der liebevollen Zuwendung zum Nächsten annehmen kann.

Selig, wer seine Lähmung überwinden kann, eine Lähmung der Bequemlichkeit und der Trägheit.

Selig, wer durch den Geist der Hilfsbereitschaft und der Anteilnahme bewegt wird.

Selig, wer seine Taubheit verwandelt und hellhörig wird.

Selig, wer auf das hören kann, was recht und wahr ist.

Selig, wer zuhört und das Gehörte bewahren kann.

Selig, wer das Gute hören will, dem Schlechten zum Trotz, obwohl es so laut ist.

Selig, wer den Aussätzige annimmt und damit eine Stigmatisierung überwindet.

Selig, wer Kranke,Alte, Fremde und „Komische“ in sein Leben einschließen kann.

Selig, die in der Gemeinschaft eingeschlossen sind.

Selig sind sie alle, denn das geschieht in der Atmosphäre, die Jesus zugeschrieben wird.

Die alten Prophezeihungen gehen in Erfüllung.

 

Anliegen:

Was sind meine ganz persönlichen Anliegen? Was brauche ich um selig, ja glücklich zu sein? Was brauche ich gerade um das Kommen Jesu nicht zu versäumen? Bitten wir darum.

Was braucht meine Umgebung, meine Nächsten in dieser Zeit besonders? Bitten wir darum.

Denken wir an die Verstorbenen, die Trauernden, die Leidgeprüften. Bitten wir für sie.

Was sind noch weitere Anliegen von mir?

 

Führen wir unsere Bitten in das Gebet Jesu über, in das

Vater Unser

Wünschen wir einander den Frieden. Wünschen wir ganz konkret jemandem den Frieden. Auf welche Art und Weise, bleibt uns überlassen. Kommunizieren, das bedeutet mit anderen Kontakt halten. Es gibt da viele Möglichkeiten, und vieles kann zur Kommunion werden. Eine Begegnung mit dem Göttlichen in unserem Gegenüber.

 

Erbitten wir noch Gottes Segen und Begleitung. Es segne uns und unsre Lieben, alle Menschen der gütige Gott

der Vater durch den Sohn und im Heiligen Geist.

 

Habt jetzt eine friedvolle, wenn irgendwie möglich stille und manchmal besinnliche Zeit.

Weihnachten kommt! Lieben Gruß, Hubert