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50 Jahre Kirche, Kunst, Kultur & Kommerz:

Von Alpakas bis Zauberflöte: G’sungen und G’spielt am Georgenberg. Eine Dokumentation.

Ob vor, auf oder in ihr, oder als Hintergrund: Unsere Kirche ist seit ihrer ➚Einweihung und Eröffnung im Oktober 1976 nicht nur sakraler Ort für lebendiges Christentum, sondern für viele überhaupt ein magischer Begegnungsort und eine begehrte Location für Konzerte, kulturelle Veranstaltungen und Inszenierungen aller Art, Fotostudio, Produktionsstätte für Videos musikalischer, poetischer und literarischer Ausdrucksformen der Gegenwartskunst, Film- und Ballettkulisse, Werbesujet, Instagram-Background und vieles mehr. In 50 Jahren ist da einiges zusammengekommen. Hier eine kleine Auswahl:

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Die zwischen dem Text eingefügten Zitate sind Interviews von Bischof ➚Hermann Glettler in der Kirchenzeitung der Diözese Linz (Ausgabe 4/2019) und der Tageszeitung DER STANDARD (05.11.2020) entnommen.


Die in der Kirche veranstalteten Konzerte spiegeln eine reiche Palette wider und beinhalten Bekanntes – zum Beispiel beim seit 2019 jährlich stattfindenden ➚ Klavierfestival Wotrubakirche des Klavierduos HudlerGrube
➚ Renate Hudler und Karl Heinz Grube: Klavierfestival Wotruba Kirche

... oder bei der Liederreise von Angelika Kirchschlager und Robert Lehrbaumer
➚ Robert Lehrbaumer und Angelika Kirschschlager: Music for the People

– ebenso wie mehrheitlich bisher Unerhörtes, wie zum Beispiel Gloria Damijans BARULHO mit Texten aus einem 1797 erschienenem Roman mit dem Titel "Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel" von Jean Paul
➚ BARULHO: Einen Bogen spannen mit Jean Paul

... oder Margit MayRa Fuchs' "Mutter Erde gewidmeten Konzert, um durch gemeinsamen Gesang Heilung zu bringen, Licht zu stärken und positive Veränderung zu sein".
➚ MayRa & Friends Konzert Wotruba Kirche


Es gibt viel mehr spirituelle Spuren und Fragestellungen in der Kunst unserer Zeit als wir in einer oberflächlichen Betrachtung erfassen können.


Eine besondere Faszination scheint die Monumentalität der Kirche auch auf musikalische Grenzgänger:innen und Komponist:innen experimenteller zeitgenössischer Musik zu haben, wie zum Beispiel auf Gilbert Handler für seine Elektrische Archetypen:
➚ Elektrische Archetypen

Es geht aber nicht immer so düster zu sondern oft auch musikalisch ziemlich fröhlich, wie zum Beispiel bei den Roma-Liedern des Frauenchors Ivana Ferencova the o Zorale:
➚ Konzert Wotruba Mai 2025
➚ Weitere Fotos


Hinweis: Das hier eingebettete Video wird von ➚ www.ivanaferencova-zorale.com im Internet veröffentlicht.


Konzerte und Kulturveranstaltungen fanden auch in der Vor-YouTube-Zeit statt, als Leute noch ohne Smartphone Konzerten und anderen Darbietungen lauschen mussten und nicht gleich alles ins Internet stellen konnten. (Worüber es naturgemäß weniger Filmdokumente für die Nachwelt gibt, sodass man sich heute selber vorstellen muss, was damals vorgestellt wurde).
Zu frühen Kulturevents in der Wotrubakirche zählen die jeweils 1978 und 1979 abgehaltenen mehrtägigen Veranstaltungen Aktuelle Kunst auf dem Georgenberg:

    
(Quelle: ÖNB Digital ➚1978, ➚1979)

Beispielhaft herausgegriffen sei auch das 2000-2003 jährlich stattfindende Georgenberg-Festival, bei dem von österreichischen Musikgrößen wie ➚ Karl Ratzer, dem ➚ Thomas Barth-Trio, ➚ Martin und ➚ Sabine Pyrker, ➚ Heini Altbart, ➚ Hans Salomon, ➚ Oskar Klein, dem ➚ Albert-Reifert-Trio, ➚ Paul Gulda, ➚ Rico Gulda und Michael Badura-Skoda, ➚ Roland Batik und ➚ Eduard und Johannes Kutrowatz Jazz, Boogie und Klassik geboten wurden. ➚ Timna Brauer und das Elias Meiri Ensemble brachten dabei zum Beispiel "Mozarts Zauberflöte zwischen Klassik, Jazz und Fantasie" zum Klingen.

Es war dies nicht die erste und einzige in unserer Kirche erklungene Oper: Bereits 1999 wurde ➚ Heinz Kratochwils Kirchenoper Franziskus (konzertant) unter Mitwirkung u.a. des ➚ St.Georgs-Chors in der Wotrubakirche uraufgeführt. (Eine geplante szenische Uraufführung in Tirol scheiterte einige Jahre zuvor an "kirchenbehördlichem Einschreiten"). Der Live-Mitschnitt der Aufführung in der Wotrubakirche ist auch auf CD erschienen:
➚ Heinz Kratochwil: Franziskus

Auch Heinz Kratochwils Drei heitere Chöre ("Igel und Agel", "Im Park" und "Bim Bam Bum") wurden (1981) in der Wotrubakirche uraufgeführt.
Speziell für die Wotrubakirche hat Heinz Kratochwil seine Missa Nova für Chor, Orgel und Schlagzeug komponiert. Auch davon gibt es eine CD-Aufnahme:
➚ Heinz Kratochwil: MISSA NOVA


Eine ernsthafte Beschäftigung mit aktueller Kunst bringt meist eine frischere und bewusstere Kommunikation mit jenen, die sich mit Kirche schwertun oder schon längst draußen sind.


Neben Live-Aufführungen diente unsere Kirche (innen oder außen) auch als Location für eine Reihe von Musik-Videos, wie zum Beispiel für Acts des extravaganten Schmusechors
➚ Schmusechor: Everything In Its Right Place

...oder einen Beitrag des Harfenduos Magdalena Außerlechner und Julia Strasser für Sepp Forchers Klingendes Österreich:

➚ Harfenduo Außerlechner-Strasser: Hochberger Harfenweis
Hinweis: Die Einbettung dieses Videos ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Du kannst es aber mit einem Klick ➚ direkt auf YouTube anschauen. Ein Foto von den Fernsehaufnahmen gibt es auch auf Facebook (Fotoquelle: ➚ Harfenduo Außerlechner/Strasser):

Lucas Fendrich nahm 2025 ein Reel zu seiner neuen Single "Angst vor der Angst" auf der Kirche singend auf:

(Zum Abspielen auf das Bild klicken)

 

... und auch die Singer-Songwriterin NESS erstellte das Musikvideo zu ihrem Lied "Betrunken" bei uns:
➚NESS - Betrunken


Wichtig ist der Aspekt der Gastfreundschaft. Durch Gegenwartskunst konfrontiert sich eine Kirchengemeinde mit Erfahrungen von außen, auch aktuelle Themen und Anliegen unserer verwundeten Welt werden thematisiert. Daraus kann sich für alle, die sich ansprechen lassen, ein Plus an solidarischer Verbundenheit ergeben.


Zeigen schon die musikalischen Darbietungen in und um unsere Kirche die Vielfalt an Inhalten und Stilen, mit denen Künstler:innen für uns ein Fenster zu ihren Seelen öffnen – und unsere dabei berühren wollen – so wird diese Vielgestaltigkeit und Buntheit noch von anderen Arten künstlerischer Performances übertroffen, bei denen Musik, Tanz, Texte und mehr miteinander verbunden werden, wie zum Beispiel sebastiAn berger & David J Nolans "Exploration of staff manipulation techniques & modes of presentation in a cubist environment"
➚Wotruba RAUM staffmanipulation

... Evy Jokhovas "The Shape of Ritual"
➚The Shape of Ritual

... der ➚Götterblues, ein "Stück für eine Tänzerin, Dinge, Klänge, und analoge Projektionen" mit Katharina Weinhuber und Peter Ketturkat,

... oder das Projekt MAGNESIS:

(Zum Abspielen auf das Bild klicken)

 


Entscheidend ist, die Momente der Irritation und Verstörung nicht zu verhindern. Nur so kann uns Kunst aus einem bürgerlichen, manchmal auch zu flachem kirchlichen Funktionieren herausreißen. Dies ist in unserer heutigen Zeit der Superoptimierung aller Lebensbereiche besonders wichtig.


Der Wiener Heavy-Alternative-Rock-Künstler Zascha und die Hardcore-Band Death Blooms aus Liverpool posierten für das Coverbild ihrer ➚THIS IS ZASCHA CASETTE vor der Wotrubakirche, ebenso die Schweizer Sängerin Gina Été, die ihr Album ➚Oak Tree zwar in San Francisco aufnahm, für das Cover aber die Wotrubakirche als Location wählte:

➚An interview with Gina Été

(Fotoquelle: ➚www.sofaconcerts.org)

Unter dem Titel LICHTblick fand 2024 eine von Lumine Projections gestaltete beindruckende künstlerische Intervention auf der Fassade der Kirche statt, nachzusehen unter ➚www.lumine.at/kultur/wotruba.


(Fotoquelle: ➚Lumine Projections)

Dass die Wotrubakirche Objekt unzähliger Architekturbesprechungen und Inhalt von Kunstbüchern ist, ist nicht weiter überraschend. Unerwarteterweise taucht sie auch in einem Kochbuch auf: Alexandra Maria Rath empfiehlt in ➚Wildes Wien – Gegessen wird, was in der Stadt wächst, die Gänseblümchen, die um unsere Kirche herum wachsen, für den Direktverzehr oder als aromatische Bereicherung in den Speiseplan aufzunehmen.


Quelle: ➚Wildes Wien

Die Wotrubakirche ist auch Schauplatz des Kriminalromans ➚ÄLTER BÖSER noch IMMER nicht TOT von Ingrid J. Poljak, in dem in und rund um die Kirche mehrere Leichen zu beklagen sind:


Quelle: ➚Ingrid J. Poljak

Unzählige ➚Flickr-Bilder, ➚YouTube-Videos und ➚Instagram-Beiträge, die unsere Kirche von allen möglichen Seiten zeigen, werden von Besucher:innen aus der ganzen Welt gepostet und findet man ganz leicht, wenn man auf diesen Seiten "Wotrubakirche" als Suchbegriff eingibt. (Zusätzlich auch noch den englischen Begriff "Wotrubachurch" eingeben ergibt noch mehr Ergebnisse. Auf Instagram kann man auch nach Beiträgen suchen lassen, die mit der ➚Location Wotrubakirche verbunden sind).
Es gibt eine wirklich große Auswahl an Perspektiven und Blickwinkeln, unter denen man unsere Kirche sehen kann. Da geht es Besucher:innen und Tourist:innen nicht anders als uns.
Interessant sind auch die vielen Bemerkungen, die andere User dazu abgeben und zwischen "potthässlich" und "ikonisch", "The most beautiful" oder "The ugliest church in the world" schwanken oder auch mit "Was ist das für eine oage Location, Oida?" kommentiert werden.


Kirchen sind Orte für den Menschen – alles Menschliche, die Dankbarkeit und das Klagen dürfen sein und haben Platz. Kirchen sind durch den Geist, der in ihnen spürbar ist, Umschlagplätze für alles Sein, was uns Menschen innerlich angeht und berührt.


Auch professionelle Foto- und Filmschaffende finden mit unserer Kirche offenbar einen anziehend-idealen Ort für ihr Tun. Zum Beispiel als Location für Model-Shootings wie jener von Wolf Steiner (für die vollständige Bildsession einfach anklicken):

... oder ein (auch filmisch dokumentiertes) Ballettshooting
➚Making of Ballettshooting mit Teodor und Mattia

... oder Fotoaufnahmen für eine ➚japanische Reality TV-Show (deren Inhalt sich aus den Fotos alleine und mangels japanischer Sprachkenntnisse nicht direkt erschließt):


Quelle: ➚Zirkusakademie, Willi Dorner, NTV Japan

Es sind die vielfältigsten Kunstobjekte, denen das "Kunstobjekt Wotrubakirche" einen gebührenden Rahmen verleihen kann, wie zum Beispiel dem Stuhl "Li" der Künstlerin ➚ Linlin Deng. Das chinesische Zeichen "Li" steht für Stärke, Kraft und Durchhaltevermögen und das Objekt für die eigenen emotionalen Kräfte und das Durchhaltevermögen der Künstlerin - und offenbar ist unsere Kirche ein geeigneter Ort, der Stärke, Kraft und Durchhaltevermögen auf einem Foto noch zu unterstreichen vermag:

"Li", designed by Linlin Deng. Foto: ➚ Louisa Kurz

Manchmal dient unsere Kirche auch als Objekt oder Hintergrund für Werbeshootings, wie zum Beispiel für die Errungenschaften einer neuen Handyfunktion:

 

Dabei kann schon mal auch Hollywoodstimmung am Georgenberg aufkommen, zum Beispiel wenn Schauspieler ➚Rami Malek (u.a. Golden Globe- und Oscar-Gewinner 2019 für „Bohemian Rhapsody“) den Kauf einer Armbanduhr eines französischen Schmuck- und Uhrenunternehmens mit Fotos aus der Wotrubakirche ankurbeln soll - und sie (die Uhr und die Kirche) dabei über 16 Mio. Followern nahebringt:

 

Weniger Follower, weniger glamourös, aber nicht minder sehenswert: Die singenden Alpakas, die das Jugendkonto einer Bank bekanntmachen wollen:

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Der Aufwand für solche Aufnahmen ist für Laien kaum vorstellbar, aber interessanterweise wird manchmal auch Material von "Behind-the-Scenes" gezeigt, wie zum Beispiel die folgende Dokumentation der Aufnahmen für einen (noch nicht veröffentlichten) Werbe-Kurzfilm

(Wenn du auf den großen Pfeil in der Bildmitte des ersten Bildes klickst, siehst du eine kurze filmische Dokumentation der Aufnahmen. Mit den kleinen Pfeilen am Bildrand kannst du anschließend durch weitere Szenen blättern, statt „noch einmal auf Instagram ansehen” zu wählen. Du wirst erstaunt sein, wozu die Beton-Architektur Regisseure inspiriert und was man aus der Kirche alles machen kann.):

Die Wotrubakirche war auch schon selbst ein Filmstar und spielte zum Beispiel eine Nebenrolle in einer Folge der Kinderfernsehserie Tom Turbo (wofür leider kein im Internet veröffentlichtes Bild- oder Videodokument gefunden werden konnte).

Bei SOKO Donau ist 2014 die Wotrubakirche Schauplatz für mehrere unangenehme Begegnung für Rechtsmedizinerin Franziska Beck mit einem rachsüchtigen Mörder, die letztlich aber (zumindest für Maria Happel) glücklich in einem musikalischen ➚Solo für Beck in der Kirche enden.

Die meisten Kinozuseher:innen hatte die Kirche aber an der Seite von Josef Hader und Georg Friedrich im österreichischen Kinofilm Wilde Maus (der immerhin unter den 10 erfolgreichsten Filmen aus Österreich rangiert):
➚Wilde Maus: Trailer


Eine Gemeinde, die sich für einen konsequenten Kulturdialog entscheidet, wird Spannendes erleben. Und auch für Reibungsenergie ist gesorgt.


Anfänglich war die von ➚Fritz Wotruba geschaffene Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit (wie sie offiziell heißt - auf den Plänen des Architekten ➚Fritz Gerhard Mayr auch: Kirche St. Georgenberg) nicht nur in der Öffentlichkeit umstritten, sondern auch innerhalb katholischer Kreise selbst – und hat auch im eigenen Pfarrgebiet (vermutlich nicht nur liebevoll gemeinte) Bezeichnungen wie "Bröckerldom" und "Stanahauf'n" erhalten.
Mag sie auch heute noch mitunter Verwirrung oder ein (kurzes) Aufschrecken auslösen – was durchaus im Sinne ihrer Initiatorin ➚Margarethe Ottillinger ist – so hat sie nach 50 Jahren einen festen Platz als Symbol für die Vielfältigkeit der Kirche und eine diverse und offene Gesellschaft. Und mit gelassener Selbstverständlichkeit und ohne große Erklärungen dient sie als Hintergrund für Filmbeiträge wie jenen über die ➚Unantastbarkeit der Menschenwürde in der Fernsehsendung kreuz & quer.

Conclusio documentarii:

Es ist viel geschehen, seitdem Fritz Wotruba ➚erste Skizzen der Kirche erstellt hat und um etwa die gleiche Zeit auf dem St. Georgenberg in Mauer die letzten Reste der (nie fertiggestellten) Luftnachrichtentruppen-Kaserne beseitigt wurden.


"Der Georgenberg aus der Luft (1967)". Quelle: ➚ www.geschichtewiki.wien.gv.at

Durch eine glückliche Fügung ist unsere Kirche am Ende ihrer ➚Standort-Odyssee letztlich 1976 auf ebendiesem St. Georgenberg gelandet.

Was anfangs vielleicht nicht ganz erkennbar war...

...entwickelte sich bald zu einer in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Art von Kirche.

Seit 50 Jahren spiegelt sie dabei auch uns selbst wider: Manchmal brutal und aufwühlend, manchmal beschützend und kraftspendend.

Ein beindruckendes Video hat der Chor Cantus Novus Wien bei der Wiedergabe von Locus Iste von Paul Mealor erstellt:
➚Paul Mealor: Locus Iste

Der dabei gesungene Text lautet:
Locus iste a Deo factus est, inaestimabile sacramentum, irreprehensibilis est.
(Dieser Ort ist von Gott geschaffen, ein unschätzbares Mysterium, vollkommen und makellos.)

Auch wenn der erste Teil dieses Satzes vermutlich vom Architekten und der letzte Teil vom ➚ORG in Frage gestellt wird:
Vielleicht ist das ja eine treffende Beschreibung für unsere Wotrubakirche und der Grund, dass sie nicht nur gläubige Menschen dem Geheimnis Gottes eine Spur näherbringt, sondern auch inspirierend auf Kunstschaffende und Kunstgenießende wirkt, die in diesem Raum auf geheimnisvolle Weise Emotionen und Spiritualität verbreiten und empfangen können und durch vielfältige Formen eine Reflexion über das eigentümliche Wesen des Menschen ermöglichen.
Und auch wenn das eine oder andere, was dabei entsteht, vielleicht mehr Unterhaltung ist als Kunstwerk: Dem lieben Gott gefällt es sicher.