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SONNENSTAND

Am Mittwoch, den oder dem23. September ist Herbstäquinoktium: Tagundnachtgleichenfeier. Der SONNENSTAND macht das vierte Viertel voll. Wir treffen uns im Süden von Wien in der Wotrubakirche am Georgenberg.  

Architektur als Möglichkeitsraum: Zunächst wird Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck, zur »Innenbegehung einer Skulptur« einladen. Es ist mir immer ein Vergnügen, ihn mit seiner nachgerade haptischen Sprache beim Denken zu erleben. Ich darf mir davon jedenfalls kurzfristig anregende Inspiration erhoffen, auf dass es mir gelinge, mein Publikum zu bewegen, sich mit mir ins Innere des Klangs zu begeben, Musik als Möglichkeitsraum: Was also mag herabfallen gleichwie die 152 wotrubischen Quader, künstlich und fein sich fügend?

 

Genug der blumigen Ankündigungsprosa, Wichtiges nun, nämlich das 

SONNENSTANDs-Decorum

O Der Flyer vom 23. September liegt bei.

O Keine Anmeldungnötig – einfach (oder zu mehrt) kommen. Den je idealen Anreiseweg bitte selbst herausfinden.

O Eintritt freiwillig– Spenden für den Musiker werden großzügig angenommen: Mag es anderswo heißen »Aus Sicherheitsgründen können keine 200 und 500 Euro-Banknoten angenommen werden«, so bin ich gerne bereit, dieses Risiko auf mich zu nehmen.

O Wer hernach mitkommen will zum Heurigen: Bitte um (unverbindliche) Absichtsbekundung. Dann kann ich dem Grausenburger (Maurer Lange Gasse 101a, eine knappe Viertelstunde zu Fuß) Bescheid geben.

O Wer kommt, erfährt brühwarm, wo wir uns zur Wintersonnwend wieder treffen wollen. Soviel kann ich schon verraten: Nicht in Wien; die Anreise lohnt jedenfalls!

O Bit-te wei-ter-sa-gen!

Kommet zuhauf! 

Vorfreudige Grüße,

Bertl Mütter,Trombonaut


Ad notam SONNENSTAND

In einer Epoche gesellschaftlicher Erosion, da Aufputschung mit Sedierung doppelhelisch verschwurbelt durchs Land marodiert, gilt es Gelegenheiten zu schaffen, wo die Menschen Positives erfahren können. SONNENSTAND ist meine persönliche Übung in Resilienz und Unabhängigkeit (inkl. Verzicht auf öffentliche Förderungen) als – im Wortsinn – Poetischer Act.


PS: Wie weit den Heiligen vom Tag – Pio von Petrelcina (ja, Der!); Johannes der Täufer (Empfängnis); Xanthippe (das Gelbe Pferd) und Polyxena (die Ganz Fremde) – musikalisch entsprochen werden kann, kann seriös nicht vorhergesagt werden. Auf recht unterschiedliche Weise könnten sie aber durchaus inspirativ hineinstrahlen. WUNDER! – stehen jedoch nicht zu erwarten. (Aber meistens passieren sie genau dann…)

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